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Jan
06
2012
Der Meister des Eddings

Der Meister des Eddings

Jürgen Dopp malt zum dritten Mal für die WFG-Prunksitzungen Bühnenbilder

Das Porträt von Heilbronner Stimme Redakteurin Petra Müller-Kromer

Jürgen Dopp mit der Leitfigur der diesjährigen Kampagne: dem Faschingsmuffel. Der Kulissenmaler verpasst ihm einen größeren Mund.Foto: Dennis Mugler 

Bad wimpfen - Der Anfang ist am Schwierigsten. Die leere Packpapier-Leinwand, aus kleineren Bögen zusammengeklebt, breitet Jürgen Dopp erstmal auf dem Fußboden aus. Noch ist sie nicht bevölkert vom lachenden Eulenspiegel, Indianern und Clowns, einer Rothaarigen mit Dekolleté und lüsternen Stelzböcken, denen die Zunge heraushängt. Noch biegen und beugen sich die bunten Häuser der Fachwerkstadt nicht in alle Richtungen auf dem Bühnenbild der Faschingsgesellschaft Bad Wimpfen (WFG).

Motto Da liegen erstmal sechs auf 3,5 Meter, die Respekt einflößen. "Dann versuche ich das Motto umzusetzen", beschreibt der 73-Jährige die Annäherung an sein Thema. ",Was ist ein Narr?‘, habe ich die Herren vom Vorstand gefragt. Aber so richtig konnte mir das keiner beantworten."

Also macht sich das Nordlicht, das aus Schleswig Holstein stammt und der Liebe wegen vor zwölf Jahren nach Wimpfen gekommen ist, seine eigenen Gedanken. "Narren gibt es ja heute eigentlich keine mehr. Die Leute machen sich selbst zum Narren." Mit einem Edding, den er an einen Stock gebunden hat, zeichnet der Fototechniker gleich ins Reine. "Ich brauche den Abstand." Die kleineren Flächen, da hilft alles nichts, muss er auf den Knien ausmalen. "Und das, obwohl ich kein Katholik bin und gar nicht in Übung." Dopp lacht. "Ich tu das ganze Jahr nichts. Wenn ich dann ran muss, ist das schon anstrengend."

Seit zwei Monaten arbeitet er am Haupt-Bühnenbild, am Regenbogen-Motiv für die Jugendgarde und am Prunkstück, der Rialtobrücke in Venedig − mit frei interpretierten Palazzi am Canal Grande. Ein Bild des Wahrzeichens der Lagunenstadt hängt als Vorgabe in der Werkstatt, "den Rest habe ich mir dazu gedacht". Das sei das Schwierigste gewesen, die Konstruktion mit Perspektive einzufangen. Zehn Tage hat Dopp an dem Bühnenbild gearbeitet. Erst den Vordergrund und das Wasser angelegt, zum Schluss Brücke und Hintergrund. Der Lohn für die Anstrengung ist die Resonanz des Publikums: "Ich bekomme viel positive Rückmeldung. Das wärmt", sagt er schmunzelnd.

Auf den Geschmack gekommen ist Dopp, als er die Häuserkulisse für die Rosenwirt-Aufführung des Festspielvereins gestaltet hat. "Auf Sackleinen. Das war viel labberiger als Packpapier." Damals hat er sich mit den Großformaten angefreundet. Denn eigentlich ist der Rentner Zeichner, skizziert mit der Feder Figuren, Porträts und Köpfe, hat auch schon Kurse gegeben. Auch jetzt setzt er noch einmal seinen Edding an der Figur des Faschingsmuffels an, vergrößert die Augen und den zu einem staunenden O gerundeten Mund der Figur, um die sich das ganze Programm der Prunksitzung dreht. "Sonst sehen die Zuschauer, die weiter hinten sitzen, das nicht."

Gerade schaut Irene Seidel mit Jule vorbei. Stürmisch springt die zwölfjährige Mischlings-Dame an ihrem Herrchen hoch. Klar, dass Jule immer im Bühnenbild verewigt wird. Dieses Mal mit Einhorn, mit dem sie einer Närrin frech in den Hintern piekt.

Masken Plastikflaschen mit Wandfarbe und Glitzertuben stehen auf einem Tischchen in seinem Malkeller unterhalb des Kursaals bereit. Rund fünf Stunden verbringt er derzeit täglich hier.

Lachende und traurige Masken liegen auf dem Fußboden, auch sie schmücken bald den Kursaal. Sie müssen trocknen, nachdem Dopp mittels Schablone Augen und Mund in Schwarz ausgetupft hat. Obwohl kein Faschingsfan, freut sich der Künstler schon auf die erste Prunksitzung. "Dann ist alles geschafft. Dann bin ich heilfroh."

 
Jan
13
2012
Bilder von der Prunksitzung 2012

mit Klick auf das Bild, sehen Sie tolle Bilder unserer Prunksitzung in der Media-Galerie

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Nov
22
2011
Beim Fasching hat es gefunkt


Nicole Boes-Haufe und Jan Teschler sind das neue Prinzenpaar der Faschingsgesellschaft

Von der HSt Redakteurin Claudia Kostner

Prinzenpaar12.jpgBad Wimpfen Sie sind ein Prinzenpaar, wie es sich kein Marketing-Experte der Wimpfener Faschingsgesellschaft (WFG) besser hätte ausdenken önnen: Nicole I. von flachem Land und hohem Deutsch und Prinz Jan I. Häuptling der Igelburg von Helau und Halali. Bei der WFG haben sich die eiden kennen und lieben gelernt, in der Kampagne 2011/12 repräsentieren sie den Verein im ganzen Land.
Terminmarathon Seit dem 11.11.2011 um 11.11 Uhr jagt ein Termin den nächsten. Die Zeit der Ordensbälle ist aber noch nichts im Vergleich zur aschingswoche im Februar 2012: „Da müssen wir zum Teil an einem Tag zu drei Veranstaltungen“, weiß Nicole Boes-Haufe. Zum Glück sind die eiden es gewöhnt, in der fünften Jahreszeit keine freie Minute zu haben.
A
uch davor und danach halten sie ihre Hobbys auf Trab: Mit dem Labrador Daya, dem Schrebergarten, als Schlagzeuger in der Stadtkapelle und als Jäger ist Jan Teschler vollauf beschäftigt. Außerdem leihen er und seine Prinzessin dem Chor Cantus Juvenis ihre Stimmen. Auf der Bühne im Kursaal stand der Wimpfener zum ersten Mal 2006. Als Büttenredner, im Männerballett und als Aretha Franklin im Showprogramm. „Dabei wollte ich nur ein bisschen Kulissen schieben“, erinnert sich Teschler. Als singende „Suddehopfer“ haben er und Michael Oehler inzwischen einen festen Platz im Prunksitzungs-Programm. „Meine Familie hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich sagte, ich gehe zum Fasching“, erinnert er sich lachend.
Über ihre Tochter Antonia ist Nicole Boes-Haufe zur WFG gekommen. Die 13-Jährige ist
Gardemädchen. Die Mutter tanzt in der Showtanzgruppe nd schlüpft in Statistenrollen, hat aber noch viel vor: In den Elferrat möchte die gebürtige Niedersächsin aufgenommen werden, ab 2012 aben dort auch Frauen Zutritt. „Man muss dafür sorgen, dass da nicht nur alte Männer sitzen“, erklärt sie augenzwinkernd und meint damit atürlich nicht ihren 29-jährigen Lebensgefährten.
Jetzt konzentrieren sich die beiden aber erst einmal auf ihre Rolle als Prinzenpaar. „Einfach nur lächeln und winken statt zu schaffen – mal ehen, wie uns das gefällt“, sagt Jan Teschler. Dass es „eine Ehre ist, Prinz von Bad Wimpfen zu sein“, das weiß er schon jetzt.
Standesgemäß Für Nicole I. erfüllt sich mit ihrer Rolle auch ein Kindheitstraum: „Jedes Mädchen möchte mal Prinzessin sein.“ Fünf standesgemäße Kleider hat sie sich aus dem Internet bestellt, und mit ihrem strahlenden Lächeln wird die 41-jährige Zahntechnikerin das ärrische Volk gewiss im Nu erobern.
Die größten Fans von Jan I. sind schon jetzt seine „Igelkinder“, und die sind glücklich, dass sich ihre Befürchtung nach dem Faschingsauftakt vor dem Bad Wimpfener Rathaus nicht bewahrheitet hat: Teschler wechselt nicht in die Verwaltung, sondern bleibt Erzieher im Kindergarten Weimarstraße.

(Quelle: Heilbronner Stimme, 12.11.11)

 
Nov
11
2011
Die Narren feiern sich selbst

Bad Wimpfen WFG übernimmt Regiment in der Stauferstadt

Von der HSt Redakteurin Claudia Kostner

Es ist so schön, ein Wimpf’ner Narr zu sein“: Die neue Hymne hat Ohrwurm-Potenzial und ist gleichzeitig das Motto der Kampagne 2011/12 der Wimpfener Faschingsgesellschaft (WFG). Kaum hat Elferrat Jürgen Paschke auf der Rathaustreppe den Refrain zum ersten Mal gesungen, stimmen schon die ersten Zuschauer mit ein.
Mit viel „Wimpfen Helau, Wimpfen Helau, Bad Wimpfen Helau!“ und Narhalla-Marsch rauf und runter eröffnet die WFG pünktlich um 11.11 Uhr die fünfte Jahreszeit. Auch der Fasebutze ist dank zahlreicher Böllerschüsse aus seinem Sommerschlaf erwacht.

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Nov
10
2011
Die Narren sind wieder los

Gundelsheim/Bad Wimpfen Am 11.11. beginnt die fünfte Jahreszeit

Von unseren Redakteuren Wolfgang Müller und Petra Müller-Kromer

Prinzenpaare, fliegende Gardebeine und jede Menge närrisches Geschwätz in der Bütt: Mit dem 11.11. hält die fünfte Jahreszeit Einzug. Die
Vorbereitungen in den Faschingshochburgen Gundelsheim und Bad Wimpfen laufen auf vollen Touren. Farbenprächtige Prunksitzungen und
tolle Umzüge erwarten das närrische Volk auch in dieser Kampagne. Los geht es mit Rathaussturm und Ordensball.
Ein halbes Jahrhundert wird der zweitgrößte Verein im Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine (LWK) im nächsten Jahr alt – und er ist kein bisschen leise. Im Gegenteil. Mit bewährten und neuen Kräften sorgt der Gundelsheimer Carnevalverein (GCV) mit dichtem Programm für Stimmung. Das Motto der Jubiläumskampagne: „50 Jahre volle Kraft voraus“.
 

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